Gründungsinitiative 2006

Begleitend zu den Ausschreibungen des Forschungs- und Technologieprogramms "Nachhaltig Wirtschaften" wurde 2006 die fünfte – und bislang letzte - Nachhaltig Wirtschaften Gründungsinitiative angeboten, die AkademikerInnen und WissenschaftlerInnen aus dem Bereich "Nachhaltig Wirtschaften" unterstützen soll, ihre Ideen durch Betriebsgründungen umzusetzen (Näheres s. www.uniun.at).

Diese Gründungsinitiative bestand aus:

  1. der Teilnahme im UNIUN-Qualifizierungsprogramm 2006
  2. einem Businessplanwettbewerb bei dem von einer Jury die besten Gründungskonzepte ausgesucht und ausgezeichnet wurden
  3. der Entwicklung und Erprobung eines vertiefenden Qualifizierungsmoduls für GründungstrainerInnen
  4. einem ExpertInnengespräch zum Themenfeld "Entrepreneurship & Sustainability"

Qualifizierung für nachhaltige Projekte

Für Gründungsinteressierte mit Projektideen mit Bezug zu "Nachhaltig Wirtschaften" standen rund 10 zusätzliche Teilnahmeplätze im UNIUN Qualifizierungsprogramm zur Verfügung. Bestandteile waren die Überprüfung der Geschäftsideen und Auswahl von TeilnehmerInnen, Intensivseminare zu betriebswirtschaftlichen Grundlagen, Recht, Marketing und Soft Skills zur erfolgreichen Unternehmensgründung und –führung, ergänzendes individuelles Coaching. Während des dreistufigen Qualifizierungsprogramms wurde die fortlaufende Verbesserung der Gründungskonzepte in Richtung Umsetzbarkeit angestrebt und gefordert: nur die besten Projekte konnten an den weiterführenden Veranstaltungen teilnehmen.

Das Qualifikationsprogramm erfolgte in den drei Stufen

  • Ideenfindung & Ressourcenabklärung (Stufe 1, frei zugänglich)
  • Konkretisierung der Geschäftsidee (Stufe 2, nur nach Abgabe eines "Ideenpapiers" in entsprechender Qualität zugänglich)
  • Vorbereitung auf die Geschäftstätigkeit (Stufe 3, nur nach Abgabe eines "Gründungskonzeptes" in entsprechender Qualität zugänglich)

Inhaltlicher Schwerpunkt Sustainability Skills

Inhaltlicher Schwerpunkt bzw. Rahmen für das Gesamtprogramm war die Unternehmensplanung gemäß aktueller Sustainability bzw. CSR (Corporate Social Responsibility) Kriterien. Grundlage dafür boten die Ergebnisse früherer Nachhaltig Wirtschaften Gründungsinitiativen sowie die Sustainability Skills Module, die nun einen fixen Bestandteil des Qualifizierungsprogramms bildeten. Diese Maßnahme stellte innerhalb der Gründungslandschaft ein Novum dar und ließ UNIUN und die Nachhaltig Wirtschaften Gründungsinitiative damit auch im internationalen Vergleich eine Vorreiterrolle einnehmen. Dies kam der Entwicklung nachhaltigkeitsorientierter Unternehmen insofern besonders entgegen, da sie mit Hilfe dieser Werkzeuge ihr gesamtes Potenzial voll entfalten konnten. Neben der Integration der neuen Module wurden auch alle bisherigen Qualifizierungsteile hinsichtlich dieser Entwicklungen aktualisiert. In der Orientierung an internationalen Standards sollten die angehenden UnternehmerInnen das Rüstzeug zur Planung zukunftsfähiger Unternehmen erhalten. Die TeilnehmerInnen erlebten anhand der eigenen Geschäftsentwicklung, dass wirtschaftlicher Erfolg und gesellschaftliche Verantwortung kein Widerspruch ist.

Businessplan-Wettbewerb 2006 der "Nachhaltig Wirtschaften - Gründungsinitiative"

In Kooperation mit UNIUN ("UNIversitätsabsolventInnen gründen UNternehmen") wurde neben dem Qualifikationsprogramm für GründerInnen auch ein Businessplan-Wettbewerb durchgeführt, bei dem von einer Jury die besten Businesspläne ausgesucht und ausgezeichnet wurden. Die Preisverleihung fand im Rahmen der UNIUN-Abschlussveranstaltung am 6. Dezember 2006 im MuseumsQuartier Wien statt. (Fotos siehe www.uniun.at)

Gesucht waren interdisziplinäre und systemübergreifende Prolemlösungen, welche zu neuen und innovativen Ansätzen führen. Bewertet wurde zusätzlich zum Nachhaltigkeitspotenzial der Geschäftsidee, inwieweit die erworbenen Sustainability Skills in den Businessplänen umgesetzt wurden.

Die Jury

  • Undine Dellisch, Projektleitung UNIUN, Alumniverband der Universität Wien
  • Dr. Irene Fialka, INiTS Universitäres Gründerservice Wien GmbH
  • Prof. (FH) Dr. Dieter Hessel, FH Salzburg, Fachbereich Entrepreneurship & Gründungsmanagement
  • Ass.Prof. Dr. Renate Hübner, Alpen-Adria Universität Klagenfurt, Abteilung Weiterbildung und systemische Interventionsforschung
  • Mag. Katharina Klausberger, WU Wien, Institut für Entrepreneurship und Innovation
  • Univ.-Prof. DI Dr. Adolf Stepan, TU Wien, Institut für Managementwissenschaften

Die Auszeichnungen

  • Archivresearch
  • proclos – Datenabläufe statt Ablaufdaten

Archivresearch

Einreicherin

  • Mag. Elisabeth Ollinger, MAS

Die Idee

Das Büro "Archivresearch" geführt von der Archivarin Elisabeth Ollinger, ist ein Büro für alle, die mit einer Fragestellung mit historischem Kern konfrontiert sind und diese Fragestellung ohne fachspezifische Hilfe nicht beantworten können.

  • Archivresearch richtet sich an Personen, die nur eine kleine Information benötigen, die durch historische Forschung herausgefunden werden muss, um dann in ihrem Fachgebiet weiterarbeiten zu können.
  • Archivresearch richtet sich an historisch interessierte Personen, die mehr über die Geschichte ihres Umfelds, ihrer Familie wissen wollen.
  • Archivresearch richtet sich auch an Personen, die ihre eigene und die Geschichte ihrer Familie bewahren wollen, in dem sie ihre Familienarchive, Chroniken, Fotos und Dokumente nach aktuellen archivarischen Grundsätzen aufbewahrt wissen wollen, so dass auch die Nachkommen die Wurzeln ihrer Familie und ihrer eigenen Geschichte nachvollziehen können.
  • Archivresearch bietet Archivrecherchen, Transkriptionen und Übersetzungen von historischem Quellenmaterial aus dem frühen Mittelalter bis in die Neuzeit an.

Folgende Teilleistungen können im Konkreten gebucht werden, aber auch in einem Leistungspaket miteinander kombiniert werden:

1. Bearbeitung eines Einzeltextes:

  • Editionsfertige Bearbeitung der Texte
  • Beschreibung und Bewertung
  • Bearbeitung des Textes in einem wissenschaftlichen Kontext

2. Bearbeitung eines zusammenhängenden Sammlungsbestandes:

  • Bewertung
  • Systematisierung
  • Neuaufstellung inklusive der Angebotseinholung für die Raumadaptierung und Archiveinrichtung

3. Recherche zu einem/r bestimmten Thema/Person

  • Nachforschung in den entsprechenden Archiven
  • Dokumentation der Ergebnisse in schriftlicher Form als booklet, das als Grundlage für Chroniken, historische Sachbücher, Veranstaltungen mit historischem Hintergrund, Firmenjubiläen etc. dienen kann

4. Spezialanfragen zu historischen und archivarischen Inhalten

  • z.B. Archivordnungen, Redaktion von Spezialliteratur.

Jurykommentar

"Frau Mag.a Ollinger erhält den Preis für die nachhaltigste Geschäftsidee im Bereich Kultur. Der Nachhaltigkeitspreis wird von der Jury an dieses Vorhaben vergeben, da es einen originellen Beitrag zur Bestandssicherung und Verfügbarkeit alter Kulturgüter sowie des in ihnen vorhandenen Wissens für eine breite Allgemeinheit leistet. Das Unternehmen ermöglicht eine Wissenschaft von unten, die an unseren Wurzeln anknüpfen und aufbauend auf ihrer Herkunft eine Wissenschaft der Zukunft sein kann, die sich von bisherigen Möglichkeiten, auf altes Wissen zurückzugreifen, maßgeblich unterscheidet."

Dr. Irene Fialka für die Jury

proclos – Datenläufe statt Ablaufdaten

EinreicherInnen

  • DI Christian Schwarzinger & Team

Die Idee

  • Sie sind lieber gut informiert als schlecht beraten?
  • Sie tragen strategische Verantwortung für Ihr Unternehmen?
  • Sie wollen Ihrer Zeit einen Schritt weitvoraus sein?

Wir sind ein Data-Management-Team bestehend aus Spezialisten für Design, Entwicklung und den Einsatz von betrieblicher Informations- und Kommunikationstechnologie. Gemeinsam mit Ihnen analysieren wir Ihr Unternehmen und identifizieren kritische Daten und Prozesse. Darauf aufbauend vernetzen wir Ihre Organisation mittels modernster und offener Web 2.0 Standards. Dabei entsteht Ihr persönliches proclos – eine maßgeschneiderte und serviceorientierte Architektur zur Erfassung, Verarbeitung, Aufbereitung und Darstellung Ihrer Daten. Skalierbar, verteilbar und sicher.

Mit proclos nutzen Sie Wissenschaft und Forschung für die Herausforderungen erfolgreicher Führung Ihres Unternehmens. Im Zentrum stehen Ihre Geschäftsprozesse, welche durch Ihre Daten angetrieben und gesteuert werden. Während herkömmliche Betriebssysteme nur das Potential einzelner Computer erschließbar machen, erschließen Sie mit proclos das gesamte Potential ihres Unternehmens.

Egal ob im Büro, zu Hause oder unterwegs – Ihr virtuelles Unternehmen ist immer bei Ihnen!

proclos ermöglicht Ihnen

  • Verstehen: Steigerung der Effizienz von Logistik, Controlling und Management.
  • Agieren: Dynamische Umsetzung von verteilten kooperativen Geschäftsprozessen.
  • Profitieren: Schrittweise und nachhaltige Verbesserung Ihrer Unternehmensorganisation.

Strategisches Datenmanagement: Unser Service – Ihr Erfolg!

Der Weg ist Führung, das Leben Entscheidung.

Jurykommentar

"Das Team überzeugte durch einen soliden Businessplan und eine beeindruckende Präsentation. Die Jury entschloss sich, dem Team zusätzlich zum Preis für den besten Businessplan im Bereich Technologie eine Anerkennung für Nachhaltigkeit zu geben, da – obwohl von einer Softwarefirma nicht unbedingt zu erwarten – das Team intensiv auf alle drei Säulen der Nachhaltigkeit, also sowohl soziale, wie ökologische als auch ökonomische Aspekte eingegangen ist. Außerdem trägt ihre Dienstleistung und Software zur Nachhaltigkeit der Unternehmen bei, die sie als Kunden überzeugen können."

Dr. Irene Fialka für die Jury

  • Ausführliche Information sowie Kontaktdaten der GründerInnen finden sich in der PreisträgerInnenbroschüre

Entwicklung & Erprobung eines vertiefenden Qualifizierungsmoduls für GründungstrainerInnen

Im Rahmen des vom BMVIT durchgeführten Programms Fabrik der Zukunft wurde im Rahmen der Nachhaltig Wirtschaften Gründungsinitiative 2005 ein verpflichtender Qualifizierungsworkshop für den UNIUN-TrainerInnenpool durchgeführt.

Im Rahmen des Seminarprogramms 2006 wurde darauf aufbauend ein weiterer, vertiefender Sustainability Workshop für Gründungs-TrainerInnen durchgeführt. Dabei wurde überprüft, inwieweit die Integration der Sustainability Inhalte in die Seminare tatsächlich umgesetzt werden konnte. Weiters wurde der Workshop für Austausch und Diskussion über die bisherigen Erfahrungen mit der Integration von Sustainability Themen in das eigene Fachgebiet genutzt.

Folgende Fragen standen im Mittelpunkt dieses vertiefenden Qualifizierungsmoduls:

  • Wie ist es den TrainerInnen mit der Integration der Sustainability Themen ergangen? Wo fanden sie Anknüpfungspunkte, wie wurden die Themen den TeilnehmerInnen vermittelt?
  • Ist es gelungen, das Thema Nachhaltig Wirtschaften als integralen Bestandteil des Gründungsprogramms herauszustellen? Was kann im zukünftigen Durchgang im eigenen Seminar noch verbessert werden?
  • Wie ist es den TeilnehmerInnen nach Ansicht der TrainerInnen mit den Sustainability Themen gegangen? Was kann getan werden, um das Verständnis/Interesse noch zu erhöhen?

ExpertInnengespräch zum Thema "Entrepreneurship & Sustainability"

Informationen dazu werden nachgereicht.

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