Berichte aus Energie- und Umweltforschung 1/1997
Car Sharing

Car Sharing im Rahmen finanzieller, verkehrspolitischer und umweltpolitischer Entscheidungsgrundlagen im Verkehr

Inhaltsbeschreibung, Inhaltsverzeichnis

Das Thema "Carsharing" wurde in Österreich erstmals Anfang 1992 im Rahmen einer Tagung in Graz vorgestellt. Die Tagung war auch Initialzündung für viele verkehrs- und umweltpolitisch Interessierte sich näher mit dem Thema zu befassen. Noch 1992 wurden erste Carsharing-Initiativen nach deutschem und Schweizer Vorbild gegründet. Die Proponenten waren von der Idee begeistert und führten zahlreiche Gespräche, um noch mehr Personen vom Carsharing zu begeistern. Doch die Argumente mussten wesentlich fundierter werden, um einem flächendeckenden Carsharing zum Durchbruch zu verhelfen. So erhielt im Frühjahr 1995 die Forschungsgesellschaft Mobilität den Auftrag, Unterlagen über Carsharing zusammenzustellen, wobei das Hauptaugenmerk auf finanzielle, verkehrspolitische und umweltpolitische Betrachtungen gerichtet werden sollte.

Diese Arbeit basiert im wesentlichen auf den Erkenntnissen, welche durch mehrere Befragungen und Versuche aus dem Datenregister von AutoTeilen Österreich ATO (Austrian Carsharing) gewonnen wurden. Weiters wurden Teile der Kurzfassung der Untersuchung von Baum/Pesch aus Deutschland über die Eignung von Carsharing im Hinblick auf die Reduzierung von Stadtverkehrsproblemen, verarbeitet. Teilweise wurden Untersuchungen und Berichte von der Balance Services AG (CH/BRD) und der ShareCom mit Sitz in Zürich verwendet.

Im Kapitel 1 wird der verkehrspolitische Rahmen für Carsharing abgesteckt. Entscheidend ist vor allem die `neue' Betrachtung von Kostenwahrheit. Volkswirtschaftliche Zusammenhänge, mögliche Formen von Carsharing, die zukünftige Entwicklung des Verkehrs und ein geschichtlicher Rückblick auf die Entwicklung von Carsharing sind wesentliche Inhalte dieses Kapitels.

Eine Reihe von Carsharing-Effekten wird im Kapitel 2 beschrieben. Dabei steht die Analyse des ökonomischen Nutzens - dem Carsharingeffekt - im Mittelpunkt. Aber auch die Effekte im gesamten Mobilitätsspektrum, sowie im Bereich von Industrie und Produktion werden dargestellt.

Basierend auf den Carsharingeffekten wird im Kapitel 3 versucht, mögliche Veränderungen im Mobilitätsverhalten der Bevölkerung darzustellen. Daraus wiederum lassen sich Verkehrsentlastungspotentiale und Verminderungen durch Schadstoffbelastungen im Verkehr ableiten.

Im Kapitel 4 werden die Voraussetzungen für Carsharing diskutiert. Dabei wird besonderes Gewicht auf die rechtlichen Voraussetzungen und Möglichkeiten gelegt. Aber auch den sicherheitstechnischen Anforderungen - sowohl betriebstechnischer, als auch zutrittstechnischer Natur - wird in diesem Kapitel entsprechender Platz gewidmet. Der Aufbau von Mobilitätszentralen und mögliche Auswirkungen auf die Infrastruktur schließen dieses Kapitel ab.

Die Arbeit wird im Kapitel 5 abgerundet. De fakto handelt es sich bei diesem Kapitel um die Zusammenfassung, die vor allem auf diskussionstechnischen Aspekten aufbaut. Wesentlichster Aspekt ist die Darstellung der Förderungsmöglichkeiten von Carsharing in Österreich.

Im Kapitel 6 werden die für die Studie durchgeführten Feldversuche und Umfragen dargestellt. Die Forschung umfasst eine Potentialerhebung aus dem Winter 199411995, zwei Feldversuche aus dem Frühjahr 1995 in Wien und in Graz, sowie die standardisierte Sommerumfrage von AutoTeilen Österreich aus dem Sommer 1995. Das Kapitel wird mit einem Ergebnisvergleich abgeschlossen.

Die Arbeit endet mit einem Fragenkompendium. Im Kapitel 7 werden die häufigsten Fragen, welche im Zusammenhang mit Carsharing gestellt werden, beantwortet.


Bibliografische Daten

"Car Sharing"
Birgit Kumer, Gabriele Novy, Karoline Vogl, René Graf, Peter Novy, Gerald Pfeiffer, Karl Reiter, Karl Steininger, Ralph Zettl
(alle: Forschungsgesellschaft Mobilität)

Berichte aus Energie- und Umweltforschung 1/1997

Im Auftrag des Bundesministeriums für Wissenschaft und Verkehr und des Bundesministeriums für Umwelt und des Landes Steiermark
218 Seiten
Graz, September 1996


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